"Veränderung heißt Vertrauen,
Vertrauen heißt Veränderung."
- Robert Kroiß
Vertrauen in sein Handeln zu haben, ist immens wichtig. Gerade beim Angeln ist nicht alles kontrollierbar. Das Vertrauen in die Montage, das Rig und vor allem in das Futter ist existenziell. Darum bin ich froh mit Succesful Baits einen verlässlichen Partner gefunden zu haben.
Ich freue mich auf eine interessante Zusammenarbeit!
Sonntag, 9. Februar 2014
Mittwoch, 4. Dezember 2013
Fishing Award - "Angeln ist..."
Auch heuer findet wieder der "European Fishing
Award" statt. Verschiedenste Rubriken stehen zur Auswahl um bei dem Award
mitzumachen. Ich habe mich diesmal dazu entschlossen, mein Video "Angeln
ist..." in der Rubrik "Best Video Coarse Fishing" einzureichen.
Falls euch mein Video gefällt, würde ich mich wirklich sehr über ein Voting von euch freuen. Wäre natürlich toll toll wenn ihr das auch weitersagt...
Unter diesem link geht es zum Voting:
http://www.fishingaward.com/en/upload-item/48
Vielen Dank für deine Unterstützung und liebe Grüße Johannes!
Freitag, 15. November 2013
1+1=22,5
Zwischen null und mehr liegt weniger.
Gerald Dunkl
Minimalismus breitet sich nun schon seit geraumer Zeit
wieder in der Bevölkerung aus. Egal ob es um Mode, Kunst oder Wirtschaft geht.
Weniger ist oft mehr. Diese Weisheit ist bei Gott nichts Neues, doch gerade
jetzt wo die Temperaturen schlagartig fallen, setze ich gerne auf kleine Köder
und wenig Futter. Die Fake Food Range von Korda passt da genau in mein
Konzept.
Bei Mini-Hookbaits verwende ich gerne Rigs welche flexibel
sind und gut drehen. Da ich aber an einem „Cast only“ Gewässer fische, muss ich
bei den Rigs Kompromisse eingehen um zu gewährleisten, dass das Material auch
sauber am Gewässerboden ankommt. In meinem Fall hieß das ein Hinged Rig aus
N-Trap zu verwenden. Durch den Ring Swivel kann das Rig gut arbeiten, das
N-Trap ist aber steif genug nach einem Wurf gut „zu landen“. Um auf Nummer
sicher zu gehen, verpacke ich gerne den vorderen Teil des Rigs in einen
PVA-Bag.
Mit dieser Taktik saß ich nun an meinem Hausgewässer und
beobachtete den kalten Nebel der gespenstisch durch das schwarze Nichts zog.
Aus dem Teekocher kam Schwarzteedampf und ich war mit hundertprozentiger
„confidence“ bei der Sache. Der Biber nagte an seinem liebsten Baum und ich war
in meiner Welt. Die mystische Herbststimmung rundete die Situation ab und ich
verkroch mich in meinen Schlafsack.
Nach einiger Zeit wurde ich von einem
einzelnen Pieper aus meinem Receiver geweckt. Ich dachte schon an die Kehrseite
des Fischens mit kleinen Ködern und machte mich auf, um die vermeintliche
Brasse vom Haken zu befreien. Erst als
ich Kontakt aufnahm, wurde mir klar, dass es sich doch um einen meiner
Zielfische handeln sollte.
Meine Hände zitterten bei den Selbstauslöserfotos
und ich wurde von den Eindrücken überrumpelt. Ein wirklich makelloser Schuppi
stattete mir einen Besuch ab und ich konnte mein Glück kaum fassen. Das war
zweifelsfrei Minimalismus auf höchster Stufe. Ein Pop Up Fake Corn und ein
einzelner Pieper erreichten ein Ergebnis von 22,5kg.
Donnerstag, 7. November 2013
Common times
Sei gewöhnlich ungewöhnlich
aber nicht ungewöhnlich gewöhnlich.
Volkmar Frank
Wer bestimmt was gewöhnlich ist und was nicht? Jeder für sich oder wir als Ganzes? Die Eigenschaft des "gewöhnlich-seins" leitet sich doch von der Masse ab, wird quasi künstlich von eben dieser erschaffen. Also wiedermal ein abstraktes Konstrukt welches sich in unseren Hirnen manifestiert hat. Wer hat uns den Samen dieses angeblichen Wissens eingepflanzt?
Fortwährend ertappe ich mich dabei Leute zu verurteilen die nicht in mein Konzept der Gewöhnlichkeit passen. Wer bietet mir die Maßeinheit für diese Messlatte? Warum misst man überhaupt? Natürlich ist es in der Natur des Menschen, Sachen kategorisieren zu müssen. Jede kleine Kleinigkeit wird in die passende Schublade gepackt um sich anschließend zufrieden in den Schaukelstuhl des Lebens zurücklehnen zu können. Es ist mir zuwider. Ich tue es trotzdem. Wer nicht?
Natürlich! Ich vergaß die Weltverbesserer! Diejenigen unter uns die wissen wie es geht und auch bereit sind ihre Pauschalrezepte mit uns zu teilen. Diejenigen die keinen anderen Menschen verurteilen und keine Schubladen besitzen in welche sie die Menschheit kommissionieren können. Meinem bescheidenen Geiste ist diese Weisheit leider verborgen und viel Selbstreflexion ist vonnöten um solche Gedankengänge überhaupt in Gang bringen zu können. Wie ich sie beneide, diese Menschen die ohne Selbsterkenntnis durchs Leben wandeln. Und das nur weil sie es einfach nicht notwendig haben. Hut ab!
Würde ich mir all diese Fragen auch stellen wenn ich nicht stundenlang an diversen Ufern vegetieren würde? Hätte ich überhaupt die Zeit dazu? Wahrscheinlich nicht. Denn das Leben treibt uns an. Spornt uns zu mehr an. Wir können alles schaffen und das viel schneller und auch viel besser als der Rest. Wir sind es die den Takt vorgeben. Bestimmen in welche Richtung wir streben und bestimmen wer gewöhnlich ist und wer nicht. Bin ich froh, dass es zumindest jemanden gibt der weiß wie es geht. So brauchen wir alle keine Angst zu haben.
aber nicht ungewöhnlich gewöhnlich.
Volkmar Frank
Wer bestimmt was gewöhnlich ist und was nicht? Jeder für sich oder wir als Ganzes? Die Eigenschaft des "gewöhnlich-seins" leitet sich doch von der Masse ab, wird quasi künstlich von eben dieser erschaffen. Also wiedermal ein abstraktes Konstrukt welches sich in unseren Hirnen manifestiert hat. Wer hat uns den Samen dieses angeblichen Wissens eingepflanzt?
Natürlich! Ich vergaß die Weltverbesserer! Diejenigen unter uns die wissen wie es geht und auch bereit sind ihre Pauschalrezepte mit uns zu teilen. Diejenigen die keinen anderen Menschen verurteilen und keine Schubladen besitzen in welche sie die Menschheit kommissionieren können. Meinem bescheidenen Geiste ist diese Weisheit leider verborgen und viel Selbstreflexion ist vonnöten um solche Gedankengänge überhaupt in Gang bringen zu können. Wie ich sie beneide, diese Menschen die ohne Selbsterkenntnis durchs Leben wandeln. Und das nur weil sie es einfach nicht notwendig haben. Hut ab!
Würde ich mir all diese Fragen auch stellen wenn ich nicht stundenlang an diversen Ufern vegetieren würde? Hätte ich überhaupt die Zeit dazu? Wahrscheinlich nicht. Denn das Leben treibt uns an. Spornt uns zu mehr an. Wir können alles schaffen und das viel schneller und auch viel besser als der Rest. Wir sind es die den Takt vorgeben. Bestimmen in welche Richtung wir streben und bestimmen wer gewöhnlich ist und wer nicht. Bin ich froh, dass es zumindest jemanden gibt der weiß wie es geht. So brauchen wir alle keine Angst zu haben.
Dienstag, 22. Oktober 2013
Meine Welt
Auch wenn man nur zum Fenster rausschaut, sieht man die Welt. - Wilhelm Raabe
Die Welt ist es bestimmt, welche ich durch mein dreckiges Fenster sehen kann. Leere Dosen und weggeworfene McDonald´s Verpackungen schmücken den Gehsteig und unterstreichen somit ihren versifften Eindruck. Die Menschen irren, getrieben von ihrem Konsumwahn, durch die Straßen und sind auf der Suche. Ist es meine Welt die ich sehen kann? Oder besteht die Meinige doch eher aus dem Gebilde, welches ich nach meinen Vorstellungen zimmere? Vieles wird ausgeblendet oder nach Belieben verändert. Bewusst oder unbewusst. Die Hauptsache ist doch, dass man selbst zufrieden ist. Sich die Welt quasi so zurechtbiegen, dass man im eigenen Käfig gut sitzt.
Genauso sitze ich nun in meinem Käfig und starre in eines meiner Bücher. Manchmal frage ich mich warum ich das alles tue. Ein Gedanke wird vom nächsten gejagt und die Unzufriedenheitsspirale dreht sich mit unendlicher Geschwindigkeit in meine Richtung. Herr Raabe mag schon recht haben, dass ich auch aus solch einem Blickwinkel die Welt sehen kann. Doch das heißt noch lange nicht, dass ich mit ihr, geschweige denn mit meiner Situation zufrieden bin. Die Welt ist demnach allgegenwärtig, egal von welchem Fenster man rausblickt - oder auch nicht. Schließlich gibt es ja nur eine und ihr auszuweichen fällt schwer.
Doch manchmal reicht es. Die Reizüberflutungen müssen unterbrochen werden. Dann sitze ich wieder am Wasser und blicke auf die Wellen, welche mich mit sanfter Rhythmik wieder auf mein Wohlfühllevel bringen. Die Schilfhalme bewegen sich im Wind und ich bin angekommen. Dann brauche ich kein Fenster aus dem ich blicken muss. Ich bin mitten drinnen. Mitten in der Welt die ich liebe.
Die Welt ist es bestimmt, welche ich durch mein dreckiges Fenster sehen kann. Leere Dosen und weggeworfene McDonald´s Verpackungen schmücken den Gehsteig und unterstreichen somit ihren versifften Eindruck. Die Menschen irren, getrieben von ihrem Konsumwahn, durch die Straßen und sind auf der Suche. Ist es meine Welt die ich sehen kann? Oder besteht die Meinige doch eher aus dem Gebilde, welches ich nach meinen Vorstellungen zimmere? Vieles wird ausgeblendet oder nach Belieben verändert. Bewusst oder unbewusst. Die Hauptsache ist doch, dass man selbst zufrieden ist. Sich die Welt quasi so zurechtbiegen, dass man im eigenen Käfig gut sitzt.
Genauso sitze ich nun in meinem Käfig und starre in eines meiner Bücher. Manchmal frage ich mich warum ich das alles tue. Ein Gedanke wird vom nächsten gejagt und die Unzufriedenheitsspirale dreht sich mit unendlicher Geschwindigkeit in meine Richtung. Herr Raabe mag schon recht haben, dass ich auch aus solch einem Blickwinkel die Welt sehen kann. Doch das heißt noch lange nicht, dass ich mit ihr, geschweige denn mit meiner Situation zufrieden bin. Die Welt ist demnach allgegenwärtig, egal von welchem Fenster man rausblickt - oder auch nicht. Schließlich gibt es ja nur eine und ihr auszuweichen fällt schwer.
Doch manchmal reicht es. Die Reizüberflutungen müssen unterbrochen werden. Dann sitze ich wieder am Wasser und blicke auf die Wellen, welche mich mit sanfter Rhythmik wieder auf mein Wohlfühllevel bringen. Die Schilfhalme bewegen sich im Wind und ich bin angekommen. Dann brauche ich kein Fenster aus dem ich blicken muss. Ich bin mitten drinnen. Mitten in der Welt die ich liebe.
Samstag, 12. Oktober 2013
Angeln ist...
Warum gehen wir angeln? Was treibt uns eigentlich dazu, nächtelang an menschenleeren Ufern zu verbringen? Einem Außenstehenden ist das meist schwer zu erklären!
Für alle, die das oft nicht nachvollziehen können - hier ein Erklärungsversuch!
Für alle, die das oft nicht nachvollziehen können - hier ein Erklärungsversuch!
Dienstag, 8. Oktober 2013
Die Blätter fallen...
Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmel ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.
Rainer Maria Rilke
Dichte Dampfwolken steigen von der klaren Wasseroberfläche empor und unterstreichen meine Empfindungen. Ich blase in die heiße Teetasse und meine Brillengläser werden sofort undurchsichtig. Kaum wird meine Sicht wieder besser, erkenne ich einen Bieber welcher an einem Ast mit gefärbten Blättern nagt. Der Herbst ist da. Ich liebe seine trübe Stimmung. Sie ist intensiv und ehrlich. Am Wasser wird jeder Moment zu einem besonderen Bild, auf welchem Fehler nicht mehr korrigiert werden können. Und das ist gut so.
Alles geschieht mit größter Sorgfalt, Bedacht und Ruhe. Die Montagen werden an eine krautfreie Stelle befördert, an welcher im klaren Wasser viele zerbrochene Muschelschalen erkennbar waren. Eine melancholische Stimmung macht sich breit. Aber nicht im negativen Sinne. Sie benetzt damit die Umgebung und verleiht ihr einen anmutigen Schein. Die Luft wird kühl und ich sehe meinen Atem schweben.
Der letzte Schluck aus der Feldflasche wandert in meine Kanne. Ich rieche an dem Schwarztee und befördere meine Gedanken in eine fremde Welt. In eine Welt in der ich sein kann. Ohne Druck und ohne Hektik. Ich bin froh dass er da ist. Der Herbst. Gebannt von der abstrakten Mischung des grauen Nichts und der bunten Blätter, lasse ich die Zeit an mir vorübergehen. Ich schließe meine Augen und öffne sie erst bei Beginn der Dunkelheit. Alles ist kalt und nass. Doch die Front meines Brollys bleibt in der Tasche. Ich will ihn spüren, den Herbst. Ihn und seine Art die Natur zu gestalten.
Ich stehe in der dunklen Nacht und sehe die Reflexionen der grellen Lichter der Straße. Die Szenerie wirkt unwirklich. Ich greife ins kalte Wasser und öffne die Wiegeschlinge.
Da schwimmt er davon.
Mit größter Sorgfalt, Bedacht und Ruhe...
als welkten in den Himmel ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.
Rainer Maria Rilke
Dichte Dampfwolken steigen von der klaren Wasseroberfläche empor und unterstreichen meine Empfindungen. Ich blase in die heiße Teetasse und meine Brillengläser werden sofort undurchsichtig. Kaum wird meine Sicht wieder besser, erkenne ich einen Bieber welcher an einem Ast mit gefärbten Blättern nagt. Der Herbst ist da. Ich liebe seine trübe Stimmung. Sie ist intensiv und ehrlich. Am Wasser wird jeder Moment zu einem besonderen Bild, auf welchem Fehler nicht mehr korrigiert werden können. Und das ist gut so.
Alles geschieht mit größter Sorgfalt, Bedacht und Ruhe. Die Montagen werden an eine krautfreie Stelle befördert, an welcher im klaren Wasser viele zerbrochene Muschelschalen erkennbar waren. Eine melancholische Stimmung macht sich breit. Aber nicht im negativen Sinne. Sie benetzt damit die Umgebung und verleiht ihr einen anmutigen Schein. Die Luft wird kühl und ich sehe meinen Atem schweben.
Ich stehe in der dunklen Nacht und sehe die Reflexionen der grellen Lichter der Straße. Die Szenerie wirkt unwirklich. Ich greife ins kalte Wasser und öffne die Wiegeschlinge.
Da schwimmt er davon.
Mit größter Sorgfalt, Bedacht und Ruhe...
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