Laß mich immer nur herein;
Denn ich bin ein Mensch gewesen,
Und das heißt ein Kämpfer sein.” - J.W. von Goethe
Andreas, mein Angelkollege, sagte mir ich solle doch bei meinem Blogeintrag über Zahnseide schreiben. Denn das käme meinem Erlebnis am nächsten. Doch immer der Reihe nach.
Alles begann mit einem Zeitfenster von zwei Tagen, welches sich durch einen glücklich gestalteten Stundenplan an der Uni ergab. Die Sonne schien und draußen wirkte es so, als ob der Frühling seine ersten Boten losschickte um uns einen Motivationsschub zu verpassen. Ich schleppte mein komprimiertes Tackle durch das schmale Stiegenhaus ins Auto und merkte, dass drei Schichten Gewand heute wohl zu viel des Guten waren. Am Wasser angekommen, wollte ich erst gar nicht mit dem Aufbauen beginnen und genoss erstmal die Sonne. Ich machte es mir auf dem Steg gemütlich und beobachtete das Wasser. Unglaublich viel Kraut war am Gewässerboden aufzufinden.
Die milden Temperaturen ließen es heuer nicht zu, eine bedrückende Eisdecke entstehen zu lassen. Somit wurde das Kraut nie wirklich in seine Schranken gewiesen und konnte die Wucherung dort fortsetzen, wo sie im Herbst aufgehört hatte. Wenn überhaupt. Nachdem ich mein kleines Schlauchboot aufgepumpt hatte, ging es auf Erkundungstour. Ich ließ mich von den Wellen über die Krautbänke treiben und versuchte den einen oder anderen Flossenträger zu erspähen. Doch das Wasser schien wie tot zu sein. Nicht ein Fisch ließ sich blicken. Doch immerhin fand ich einige krautfreie stellen, welche ich spärlich anfütterte. Oft lässt man sich bei den ersten Frühlingsstrahlen dazu verleiten Unmengen an Futter zu versenken, obwohl unter der Oberfläche meist noch Winter herrscht.




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